Offene Wohnbereiche werden immer beliebter, da sie ein luftiges, geselliges und flexibles Raumkonzept bieten. Doch obwohl offene Grundrisse großzügig wirken, fehlt ihnen oft die klare Abgrenzung. Ohne Wände, die die Räume trennen, können Wohn-, Ess- und Küchenbereiche leicht ineinander übergehen, was den Raum chaotisch oder unfertig wirken lässt. Hier kommt Wandkunst zur Rettung.
Wandkunst dekoriert nicht nur – sie strukturiert einen Raum. Durch die sorgfältige Auswahl und Platzierung der Werke können Sie klare Zonen schaffen, die bewusst und harmonisch wirken. Zum Beispiel definiert eine Gruppierung von Kunstwerken um ein Sofa sofort den Wohnbereich. Ein auffälliger Druck über einem Konsolentisch kann den Essbereich verankern. Selbst dezente, vertikale Stücke können unauffällig eine Leseecke oder eine Home-Office-Ecke markieren.
Konsistenz ist entscheidend, wenn verschiedene Zonen in einem offenen Raum miteinander verbunden werden. Sie müssen nicht exakt dieselben Werke in jedem Bereich wiederholen, aber eine einheitliche Farbpalette, Stil oder Stimmung sorgt für einen harmonischen Fluss. Zum Beispiel kann eine Serie beruhigender Küstenmotive in sanften Blautönen den Blick vom Wohnzimmer zum Essbereich führen, ohne sich zu wiederholen. Ebenso können monochrome abstrakte Werke Küche und Wohnbereich verbinden und dabei eine moderne Note bewahren.
Maßstab und Proportion sind ebenfalls wichtig. Große, breite Drucke passen zu weitläufigen Wänden und verleihen dem Raum Stabilität, während hohe, schmale Leinwände ideal sind, um Ecken oder Übergangsbereiche zu markieren. Horizontale Werke über niedrigen Möbeln wie Bänken oder Sideboards lenken den Blick natürlich entlang der Raumlinie und verstärken das Raumgefühl.
Platzierungsrichtlinien helfen, Balance zu erreichen. Kunst sollte generell auf Augenhöhe hängen, etwa 150–160 cm vom Boden bis zur Mitte des Werks. Über Möbeln sollte ein Abstand von etwa 15–25 cm zwischen Oberkante des Kunstwerks und Möbeloberfläche eingehalten werden. Für Galeriewände sorgt ein gleichmäßiger Abstand zwischen den Rahmen für ein einheitliches Erscheinungsbild.
Indem Sie Wandkunst in einem offenen Raum durchdacht arrangieren, können Sie jeder Zone eine klare Funktion verleihen und gleichzeitig das Gesamtbild harmonisch gestalten. Das Ergebnis ist ein Zuhause, das nicht nur schön, sondern auch intuitiv organisiert ist – ein Raum, in dem jede Wand eine Geschichte erzählt und jede Ecke ihren Platz hat.
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